10.09.2004: Antrag zur früheren Bahnstrecke Marienheide - Remscheid

Die frühere Bahnstrecke Marienheide - Bergisch Born - Remscheid, in den 80er Jahren stillgelegt, wird im Entwurf der Integrierten Gesamtverkehrsplanung NRW (IGVP) für die Wiederinbetriebnahme vorgesehen, obwohl die Gleise teilweise schon beseitigt sind. Durch diese Formalie werden zahlreiche Planungen verzögert, weshalb die CDU-Fraktion folgenden Antrag stellt:

Herausnahme der früheren Bahnstrecke Marienheide – Remscheid aus der Integrierten Gesamtverkehrsplanung NRW (IGVP)
Antrag:
Die Bezirksregierung wird gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die Bahnstrecke Marienheide – Bergisch-Born – Remscheid aus dem Entwurf für die Integrierte Gesamtverkehrsplanung NRW (IGVP) gestrichen wird.

Begründung:
Der Ausbau der B 237 als Nordtangente Wipperfürth schien nach jahrzehntelanger Planung endlich – zusammen mit innerstädtischen Maßnahmen – verwirklicht werden zu können. Alle Beteiligten hatten Einigkeit erzielt; die Stadt, der Kreis, der Landesbetrieb Straßen NRW, die Bahn. Die Pläne sind fertig.

Erst kürzlich wurde ein wesentliches Detail bekannt: Die Strecke ist – im früheren ÖPNV-Bedarfsplan unter „möglicher weiterer Bedarf“ eingestuft – in den Entwurf der IGVP des Landes übernommen worden. Danach ist die Wiederinbetriebnahme der Strecke geplant.

Die Bahnstrecke wurde in der 80er Jahren stillgelegt. In Teilbereichen ist die Trasse an die Stadt Wipperfürth und die Gemeinde Marienheide verkauft worden, die darauf gemeinsam einen Radweg anlegten. Die Stadt Hückeswagen, ebenfalls an der Strecke gelegen, plant eine Innere Ortsumgehung ohne Berücksichtigung der Bahntrasse. 

Um die bestehenden Planungen nicht zu verzögern oder gar zu blockieren, ist eine kurzfristige Entscheidung über die Streichung dieser Bahnstrecke dringend erforderlich.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Götz                                                   gez. Konrad Frielingsdorf
(Fraktionsvorsitzender)                                   (Mitglied im Regionalrat Köln)