31.05.2011: Braunkohlenausschuss besichtigt Feuchtgebiete im Naturpark Schwalm-Nette
Exkursion durch den "Elmpter Schwalmbruch"
Am 30. Mai 2011 hat der Braunkohlenausschuss eine Befahrung der Feuchtgebiete Schwalm-Nette durchgeführt. Unmittelbar vor Ort wollten sich die Mitglieder über den Sümpfungseinfluss des Tagebaus Garzweiler auf das Gebiet des Naturparks informieren.
Die Entwässerungsmaßnahmen des Braunkohlenbergbaus verursachen weiträumige Grundwasserabsenkungen im Bereich der Niederrheinischen Bucht. Ohne Gegenmaßnahmen würde der Sümpfungseinfluss des Tagebaus Garzweiler weit in das Gebiet des Naturparks Schwalm-Nette - mit seinen großflächigen und natürlichen Feuchtgebieten - hineinreichen.
Zum Schutz der Feuchtgebiete vor den Sümpfungsauswirkungen des Tagebaus Garzweiler, werden umfangreiche Versickerungsmaßnahmen durch den Bergbautreibenden durchgeführt. Dabei wird aufbereitetes Sümpfungswasser über Sickerschlitze und Infiltrationsbrunnen, die außerhalb der Feuchtgebiete liegen, in das Grundwasser infiltriert. Durch diese Grundwasseranreicherung wird ein Riegel gebildet, der die Feuchtgebiete vor Grundwasserabsenkungen schützen soll. Im Rahmen des Monitoring für den Tagebau Garzweiler ist sicherzustellen, dass die Versickerungsmaßnahmen wirksam sind und die Feuchtgebiete nicht geschädigt werden.
Nach eine grundlegenden Einführung im Elmpter Rathaus, unternahmen die Mitglieder des Ausschusses eine geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet bzw. Feuchtgebiet „Elmpter Schwalmbruch“. Die Gruppe konnte sich auf ihrem Weg – der unter anderem über einen Steg im Moor führte - von der einzigartigen und vielfältigen Vegetation überzeugen. Im Anschluss daran besichtigte die Gruppe eine Versickerungsanlage südlich von Oberkrüchten. Mitarbeiter von RWE erläuterten vor Ort Technik, Einsatz und Überwachung.
Nach den informativen Vorträgen bedankte sich der Vorsitzende des Braunkohlenausschusses, Stefan Götz, bei den Organisatoren der Veranstaltung. Er freue sich sehr, dass der Ausschuss die Gelegenheit bekommen habe, sich vor Ort über die betroffenen Gebiete im Bereich der notwendigen Grundwasserabsenkung und auch über die entsprechenden Maßnahmen des Bergbautreibenden zur informieren.