Die CDU-Regionalsfraktion hat für die Sitzung des Regionalrates am 16. Oktober 2026 eine Anfrage zur Sanierung des linksrheinischen Bahnkorridors Mainz-Köln gestellt.
Der Presse war am 2./3.Oktober zu entnehmen, dass seitens der Landesverkehrsminister von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befürchtet wird, „die mit einer Vollsperrung der linksrheinischen Bahntrasse zwischen Köln und Mainz verbundene Generalsanierung der linksrheinischen Bahntrasse würde offenbar nicht mehr in die Umsetzung kommen.“
Angesichts der – bisher auch von Seiten der Bahn betonten – Dringlichkeit der Generalsanierung und der Folgen einer Absetzung oder weitgehenden Verschiebung des Vorhabens, hätte dies die unbefriedigenden streckenausfälle, Stellwerkausfälle und die ständigen damit zusammenhängenden Zugausfälle und Verspätungen ins nächste Jahrzehnt fortgesetzt.
Deshalb stellte die CDU die nachfolgenden Fragen:
1) Liegen Erkenntnisse vor, dass die Generalsanierung der linksrheinischen Bahnstrecke zwischen Köln und Mainz nicht von Februar 2028 bis Juli 2028 erfolgen soll ?
2) Wird in diesem Fall ein anderer Zeitraum ins Auge gefasst ?
3) Bleibt es bei der Streckensperrung ab Februar 2028 ?
4) Ändern sich die Pläne bezüglich der Sanierung der Kölner Eisenbahnbrücken ?
5) Ändern sich die Pläne zu den Stellwerksanierungen ?
6) Welche Auswirkungen sind für den Ausbau des Bahnknotens Köln zu erwarten ?
Hier die Beantwortung (in der Sitzung des Regionalrates vom 16. Oktober 2026):
"Beantwortung der Anfrage der CDU-Fraktion vom 05.10.2026 zum Sachstand linksrheinische Trassensanierung Bahn zwischen Köln und Mainz durch die Deutsche Bahn AG
Unser gemeinwohlorientiertes Infrastrukturunternehmen DB InfraGO AG hat Herrn Minister Krischer mit Schreiben vom 9. Oktober 2026 zum Stand des Konzeptes der Korridorsanierungen, welche die DB InfraGO AG aktuell gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr überarbeitet, informiert.
Hierin wird unter anderem auch das weitere Vorgehen zur linken Rheinstrecke zwischen Köln und Mainz erläutert. Die Korridorsanierungen Hagen–Unna–Hamm 2028 und Aachen–Köln 2029 bleiben zeitlich unverändert.
Für die linke Rheinstrecke wurden die Planungen angepasst: Die Korridorsanierung wird im nördlichen Teil, zwischen Köln und Koblenz, wie geplant im ersten Halbjahr 2028 erfolgen. Die Arbeiten umfassen konkret den Abschnitt Hürth-Kalscheuren bis Boppard sowie den Knoten Koblenz. Hintergrund sind die Erneuerung des Stellwerks Bonn Bad Godesberg sowie die Sanierung der Moselbrücke und des Stellwerks in Koblenz.
Die Sanierung des südlichen Abschnitts (Koblenz–Mainz) wird auf einen Zeitpunkt nach 2031 verschoben. Mit dieser Anpassung wird der hohen Belastung des Netzes Rechnung getragen und eine zusätzliche Bündelung umfangreicher Baumaßnahmen auf der gesamten Achse vermieden.
Die von Ihnen hervorgehobenen Abhängigkeiten zum Knoten Köln sowie zu weiteren Infrastrukturvorhaben werden in die weitere Sperrpausen- und Verkehrsplanung einbezogen.
Die Priorisierung der Korridorsanierungen nach 2031 erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Unabhängig davon wird die Leistungsfähigkeit der linken Rheinstrecke bis zur späteren Sanierung des südlichen Abschnitts fortlaufend bewertet und bei Bedarf weitere Maßnahmen eingeplant. Die konkreten Anpassungen werden im engen Dialog mit den für Verkehr zuständigen Landesministerien in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, den Aufgabenträgern sowie den Verbänden der Bahn- und Baubranche ausgestaltet. Unsere Regionalbereiche der DB InfraGO AG werden sich hierzu zeitnah mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen."

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